Nach 2:0 gegen Athen: unzufriedener Hummels warnt vor dem „Zocken“

Mats Hummels
CP DC Press / Shutterstock.com

Ist der FC Bayern München schon wieder in Form? Das gestrige 2:0 in der Champions League bei AEK Athen gibt zumindest Verteidiger Mats Hummels (29) noch keinen Grund zum Frohlocken. Der Weltmeister von 2014 sieht derzeit gar ein generelles Problem beim Rekordmeister.

Nach der kleinen Sieglos-Serie der Bayern folgten nun mit dem 3:1 in der Bundesliga in Wolfsburg und dem 2:0 in der Champions League am Dienstag in Athen zwei Arbeitssiege. Ist bei den Bayern also wieder alles im Lot? Nationalspieler Mats Hummels warnt und legt den Finger nochmals in die Wunde.

Im Interview mit „Sky“ sagte der Abwehrmann, dass es ein „grundsätzliches“ Problem beim FCB gäbe, denn dem Team fehle es oft am nötigen Gespür. Er selbst würde „das Spiel verstehen“ und sein Team hätte zwar verdient gewonnen, dennoch ärgern Hummels die „einfachen Ballverluste in Situationen, in denen der Gegner nicht mal Druck macht“. Es ist offensichtlich, dass der 29-Jährige damit größtenteils seine Vorderleute meint.

„Der Gegner lässt uns spielen, und wir spielen ihm den Ball einfach in den Fuß oder nehmen lange Bälle, die gar nicht notwendig sind“, so Hummels. „Das haben wir manchmal, das spreche ich dann auch ganz gerne an.“ Dabei verdeutlichte er, dass es sich um „grundsätzliche Dinge“ handele: „Es schleicht sich irgendwie immer mal wieder in unser Spiel ein, nicht in jedem Spiel, aber ein bisschen zu oft für eine Mannschaft auf dem Niveau. Daran müssen wir auf jeden Fall noch arbeiten.“

Hummels: Zocken ist teilweise einfach nicht angebracht

Hummels sprach im Interview auch Spiele an, die in der Vergangenheit wichtige Pokale kosteten. Beim Aus in der Champions League oder beim verlorenen DFB-Pokalfinale in der vergangenen Saison seien die angesprochenen Probleme demnach immer wieder aufgetreten: „Da haben wir nicht das Gespür dafür, dass es gefährlich werden könnte, wenn wir den Ball verlieren, und wollen ein bisschen zocken, was Besonderes machen.“ Für den Nationalspieler sind derlei Kabinettstückchen „in gewissen Räumen nicht angebracht“.

Ein ähnliches Problem herrschte zuletzt in der deutschen Nationalmannschaft, in der zahlreiche Spieler des FC Bayern ebenfalls auflaufen. Kriegt der FC Bayern sein Spiel wieder in den Griff, könnte es auch beim DFB-Team im Hinblick auf die EM 2020 wieder besser laufen.

Gegen AEK Athen gewann der FC Bayern tatsächlich eher glanzlos. Vor dem Doppelschlag durch Javi Martinez und Robert Lewandowski (61. und 63. Minute) tat sich der deutsche Rekordmeister arg schwer. Nach dem 2:0 hätten es die Griechen „gar nicht mehr richtig versucht“, so Hummels. Gegen stärkere Gegner könnte es also schon bald wieder enger werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*