Boateng sieht sich und Hummels nicht mehr als Stammspieler – auch beim DFB?

Mats Hummels
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Der Status der Abwehr-Weltmeister wackelt. Beim FC Bayern München sind Jerome Boateng (30) und Mats Hummels (29) nicht mehr unumstrittene Stammspieler. Boateng musste zuletzt gar zweimal in Folge zusehen. Er selbst reagiert nun nüchtern und kennt die Stärken der anderen.

Als die Bayern den Bock wieder umgestoßen hatten und nach vier sieglosen Spielen wieder gewannen (3:1 in Wolfsburg, 2:0 in Athen), war Jerome Boateng nicht mit dabei. Er saß jeweils 90 Minuten auf der Bank. Die starke Form von Niklas Süle (23) hat den Weltmeister von 2014 aus der Startformation gespült. Für Boateng ist dies allerdings noch kein Drama: „Bei uns gibt es nicht so wirklich einen Stammplatz“, so der Abwehrmann bei „Sky“. „Wir haben so viele Spieler, die auch Nationalspieler sind. Jeder kommt über die Saison verteilt auf seine Spiele. Jede Position ist top und doppelt besetzt und da wird jeder zum Einsatz kommen.“

Nachdem Süle in der vergangenen Saison noch klare Nummer drei hinter Boateng und Hummels war, ist in der aktuellen Spielzeit kaum mehr ein Vorbeikommen an dem ehemaligen Hoffenheimer. Süle überzeugte zuletzt nachhaltig – beim FC Bayern München und in der deutschen Nationalmannschaft und entwickelte sich zum deutschen Innenverteidiger Nummer eins. Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger Jürgen Kohler sagte im „kicker“: „Jerome Boateng und Mats Hummels sind über ihren Zenit hinaus.“

Süle gehört mindestens die Zukunft – das weiß auch Boateng

Laut „transfermarkt.de“ hat Süle seine beiden Kollegen eh schon fast überholt. Demnach wird sein Marktwert nun auf 50 Millionen Euro geschätzt. Hummels liegt aktuell noch bei 55, Boateng nur noch bei 40 Millionen Euro. Süle selbst sagt: „Wir haben drei sehr gute Innenverteidiger. Es ist erst mein zweites Jahr bei Bayern, die beiden haben sich auf mich eingestellt.“

Boateng sagte am Rande der Vorstellung seiner neuen Brillenkollektion in Berlin: „So richtige Stammspieler sehe ich nicht. Außer Manuel Neuer und vielleicht Robert Lewandowski.“ Auch im Nationalteam sind Boateng und Hummels nicht mehr unumstritten. Zuletzt überzeugte Süle (13 Länderspiele) in der UEFA Nations League gegen Frankreich (1:2). Auch Matthias Ginter (24 Jahre, 21 Länderspiele) von Borussia Mönchengladbach drängt mehr und mehr in die erste Elf. Derzeit scheint es durchaus möglich, dass wir das Innenverteidigerduo Hummels/Boateng bei der EM 2020 nicht mehr wieder sehen werden.

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