DFB bleibt stur: Team Deutschland ist weiter „Die Mannschaft“

DFB-Team
Foto: betochagas / depositphotos

Der DFB hält an seinem Marketing-Slogan für die deutsche Nationalmannschaft fest. Trotz teils heftiger Kritik wird das Team auch in Zukunft als „Die Mannschaft“ auflaufen. DFB-Manager Oliver Bierhoff verteidigte nun diese Maßnahme.

Oliver Bierhoff (50), der Manager der deutschen Nationalmannschaft, gilt als Vater der Marketing-Kampagne, die aus dem Team von Trainer Joachim Löw „Die Mannschaft“ machte. Nicht erst nach der WM gab es allerdings heftige Kritik gegen diese Betitelung. Der DFB und Bierhoff halten nun an diesem Slogan fest.

In der „Bild“-Zeitung wird Oliver Bierhoff zitiert: „Nach der WM haben wir vieles kritisch hinterfragt, auch die Marke ‚Die Mannschaft‘. Die Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung bestärken uns darin, weiter daran festzuhalten.“ Der Studie zufolge, die allerdings keinem Medienvertreter vorzuliegen scheint, hätte „Die Mannschaft“ bei jungen Menschen und Frauen eine hohe Akzeptanz. Die Abneigung gäbe es nur bei Männern ab 60 Jahren. Außerdem hätte „Die Mannschaft“ im Ausland einen hohen Wiedererkennungswert, so Bierhoff.

Sogar DFB-Präsident Reinhard Grindel hatte nach der Weltmeisterschaft im Sommer in Russland gefordert, den Slogan nun „auf den Prüfstand zu stellen“. Er hätte wahrgenommen, dass er „an der Basis als sehr künstlich empfunden wird“.

Dezenter und zurückhaltender – DFB rudert ein bisschen zurück

Bierhoff fügte gegenüber dem SID an: „Viel wichtiger aber als irgendeine Bezeichnung ist, dass wir uns wieder als echte Mannschaft auf und neben dem Platz präsentieren und für unsere Werte wie Teamgeist, Spielfreude, Fairplay und Erfolg stehen. Wir haben nach der WM einige Maßnahmen ergriffen – und die Spieler haben gezeigt, dass sie diese mit Herz umsetzen. Den eingeschlagenen neuen Weg werden wir konsequent fortsetzen.“

Der Slogan „Die Mannschaft“ wurde 2015 eingeführt. Dennoch wird es nun eine kleine Änderung geben. „Der Name soll zum Beispiel im Rahmen von Länderspielen dezenter platziert und zurückhaltender genutzt werden“, so Generalsekretär Friedrich Curtius. Das nächste Länderspiel findet am 20. oder 21. März in Wolfsburg statt. Der Gegner für diesen Testkick steht noch nicht fest.

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