„Gab nie einen Plan B“ – Grindel stärkt Löw den Rücken

Joachim Löw
Steindy / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Joachim Löw stand nie zur Debatte. DFB-Chef Reinhard Grindel (57) hat nun kurz vor der Winterpause nochmals bekräftigt, dass es nie einen Plan B gegeben hätte. Löw blieb demnach als Bundestrainer immer die erste Wahl – trotz Debakel bei der Weltmeisterschaft in Russland.

„Es gab nie einen Plan B“, so DFB-Präsident Reinhard Grindel gegenüber „Sportbuzzer“. „Wir haben vor und nach der WM im gesamten Präsidium gesagt, dass niemand so geeignet ist, einen Umbruch zu gestalten, wie Jogi Löw.“ Nach der desaströsen WM in Russland im Sommer waren viele Stimmen laut geworden, die sagten, dass Trainer Löw nicht mehr der Richtige sei. Auch Löw selbst brauchte einige Wochen, bis er sich zu seiner Zukunft und dem nötigen Umbruch äußerte.

Die Spekulationen, dass sich der DFB von Löw trennen würde, hielten sich bis nach dem Abstieg aus der Nations-League (Staffel A). Das 0:3 gegen die Niederlande sollte einen weiteren Tiefpunkt darstellen. Auch das Rückspiel (2:2) konnte trotz Führung nicht gewonnen werden. Mit sechs Niederlagen kassierte Deutschland so viele Pleiten in einem Jahr wie nie zuvor.

„Jogi kann das“

Grindel nutzte nun die Gelegenheit, Löws Vorzüge erneut zu loben und ihm den Rücken zu stärken. „Beim Confed Cup 2017 haben wir erlebt, dass er auf eine sehr effektive und von hoher sozialer Kompetenz geprägte Art und Weise in kürzester Zeit ein Team aus jüngeren Spielern geformt hat, das ein überzeugendes Turnier gespielt hat“, so der DFB-Boss. „Diese Erfahrung war für uns die Grundlage zu sagen: Jogi kann das.“

Doch gerade der Erfolg beim Confed-Cup ist nun Futter für die Kritiker, die sagen, Löw habe es nicht geschafft, aus dem Team, das das Turnier 2017 gewann und den Weltmeistern von 2014 bzw. den etablierten Stammkräften ein schlagkräftiges Team zu formen. Das Potential wäre da gewesen, doch Löw scheiterte.

Der Blick gehe nun nach vorne, so Grindel. Die EM 2020 sei für den DFB ein enorm wichtiges Turnier, so der Präsident: „Wenn ein deutsches Team zu einem Turnier fährt, muss es immer der Anspruch sein, auch gewinnen zu wollen.“ Die Titelchancen seien aber auch von der Entwicklung anderer Top-Nationen abhängig, so Grindel im Interview.

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