Leonardo Bittencourt, ein Mann für das DFB-Team

Deutschland
Foto: betochagas / depositphotos

Nachdem der vielfach geforderte Umbruch nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2018 zunächst nur langsam angelaufen ist, haben die letzten Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 2018 Lust auf mehr gemacht. Insbesondere dank der neuen, extrem temporeichen Offensive mit Serge Gnabry, Timo Werner und Leroy Sane sowie dem Spielmacher der Zukunft, Kai Havertz, dahinter.

Mit Marco Reus, der sich bei Borussia Dortmund in der Form seines Lebens befindet und endlich auch in der Nationalmannschaft Großtaten vollbringen will, meldet aber im Offensivbereich ein weiterer Hochkaräter Stammplatzansprüche an. Und da wären auch noch Julian Brandt, Julian Draxler, Lars Stindl oder der beim FC Bayern München zuletzt als Zehner überzeugende Leon Goretzka, die sich Chancen ausrechnen. 

Verweis auf Wagner und Stindl

Trotz dieser starken Konkurrenz gibt es noch weitere Spieler, die sich Hoffnungen machen, auf absehbare Zeit einen Anruf von Bundestrainer Joachim Löw zu erhalten. Dazu zählt Leonardo Bittencourt, der nun im Interview mit dem “Kicker“ kein Geheimnis aus seinem großen Traum machte: “Ich möchte mal ein A-Länderspiel machen. Das ist mein Ziel, nachdem ich alle Jugendmannschaften des DFB durchlaufen habe.“

Und obwohl Bittencourt nicht mehr zu den ganz jungen Talenten zählt, rechnet sich der in Leipzig geborene Deutsch-Brasilianer, dessen Vater Franklin einst unter anderem für den VfB Leipzig und Energie Cottbus am Ball war, mit Blick auf andere, erst relativ spät berufene Akteure Chancen auf eine Nominierung aus: “Ich bin 25, und viele Spieler wie Sandro Wagner in Hoffenheim mit 29 oder Lars Stindl mit 28 haben es auch noch geschafft. Es geht also.“ 

Bittencourt will seine Quote verbessern

Verbessern will der offensive Mittelfeldspieler, der bei der TSG 1899 Hoffenheim meist zentraler zum Zug kommt als in den drei Jahren zuvor beim 1. FC Köln, seine Aussicht auf die DFB-Elf durch eine bessere Quote in der Rückrunde. Insgesamt ist der dribbelstarke Rechtsfuß zwar zufrieden mit seinem ersten Halbjahr in Hoffenheim, doch ein Tor und drei Vorlagen in 13 Bundesliga-Einsätzen bedeuten nicht nur nach eigener Einschätzung Bittencourts Luft nach oben. Darüber hinaus steht nach drei Einsätzen in der Champions League ein Assist zu Buche, während Dortmund im DFB-Pokal in zwei Spielen ohne Torbeteiligung geblieben ist.

Um dabei zu sein, wenn Bundestrainer Löw Mitte März sein erstes Aufgebot im Jahr 2019 für das Testspiel am 20. März in Wolfsburg gegen Serbien sowie den Auftakt in der EM-Qualifikation vier Tage später in den Niederlanden bekannt gibt, muss sich Bittencourt in den kommenden Wochen aber wohl erst noch richtig in den Fokus spielen. Nach dem Hoffenheimer Aus in Champions League und Pokal ist das aber nur in vergleichsweise wenig Partien der Bundesliga möglich.

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