Interesse am DFB: Dieter Hecking als Löw-Nachfolger?

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Foto: jarmoluk / pixabay (CC0)

Dieter Hecking (54) als neuer deutscher Nationaltrainer? Wenn es nach dem Coach von Borussia Mönchengladbach selbst geht, wäre dies durchaus eine interessante Option. In einem Interview sprach er nun von einer grundsätzlichen Bereitschaft, auch für den DFB zu arbeiten.

Trotz des bitteren 0:3 am vergangenen Wochenende gegen Hertha BSC läuft es bei Dieter Heckings Borussia Mönchengladbach in der laufenden Saison bislang außerordentlich gut. Das Team steht auf Rang drei der Tabelle in der Bundesliga und hat sehr gute Chancen, sich für die Champions League zu qualifizieren. Auch die ersten beiden Plätze sind noch nicht zu weit entfernt. Doch Trainer Hecking weiß, wie schnelllebig das Geschäft ist. Er selbst erlebte große Erfolge, gewann unter anderem den DFB-Pokal, wurde entlassen und wechselte den Verein mitten in der Saison. Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ sprach er nun von möglichen Zukunftsaussichten.

„Ich habe zwei Drittel meines Lebens hinter mir, war Profi, habe eine Sportmanagement- und eine kaufmännische Ausbildung abgeschlossen und war über 13 Jahre Cheftrainer in der Bundesliga“, so Hecking. „Was hält das Arbeitsleben für einen mit Mitte 50 noch bereit, was könnte mich noch mal reizen? Und da könnte für mich zum Beispiel auch der DFB eine interessante Geschichte werden – wenn die Notwendigkeit besteht.“ Oha! Dieter Hecking könnte sich also durchaus vorstellen, eines Tages Joachim Löw als Bundestrainer zu beerben. Dennoch betonte der 54-Jährige, dass ein derartiges Szenario „noch zu weit weg“ wäre. Außerdem hätte der DFB einen ausgezeichneten Bundestrainer. Der Vertrag von Löw beim DFB läuft noch bis zum Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der WM im Sommer in Russland wurden viele Stimmen laut, Löw wäre nicht mehr der richtige Mann an der Seitenlinie.

Tuchel und Klopp wohl kaum interessiert – für Hecking könnte es passen

Eine Suche nach einem Nachfolger könnte tatsächlich schwierig werden. Zwar gibt es einige deutsche Spitzentrainer, die einen ausgezeichneten Ruf genießen, jedoch scheint es nicht realistisch, dass diese eine Karriere beim DFB anstreben und gleichzeitig ihre gut dotierten Verträge bei Top-Klubs aufgeben würden. Theoretisch geeignete Bundestrainer könnten demnach Jürgen Klopp (FC Liverpool), Julian Nagelsmann (TSG 1899 Hoffenheim, ab kommender Saison RB Leipzig) oder Thomas Tuchel (Paris Saint-Germain) sein.

Dieter Hecking verlängerte in Mönchengladbach erst im November seinen Vertrag – allerdings nur um ein Jahr bis zum Sommer 2020. Hecking betonte in diesem Zusammenhang, dass er in seiner Karriere genügend verdient hätte und keine Absicherung in Form eines Rentenvertrages benötigen würde. Ein weiteres Indiz dafür, dass es dem Trainer künftig nur noch um die sportliche Herausforderung gehen würde. Die wäre beim DFB mit Sicherheit gegeben.

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