Werner kläglich, Goretzka stark – Deutschland nur 1:1 gegen Serbien

Timo Werner
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Ein perfekter Neustart sieht sicherlich anders. Am Abend spielte die deutsche Nationalmannschaft im ersten Match des Jahres nur 1:1 gegen Serbien. Beim Testspiel in der Wolfsburger VW-Arena überzeugte die DFB-Elf nur streckenweise. 

Auf Bundestrainer Joachim Löw wartet noch viel Arbeit. Die ausgerufene „neue Zeitrechnung“ braucht wohl noch Zeit. Gegen clevere Serben reichte es in einem Testspiel am Abend in Wolfsburg nur zu einem 1:1 (0:1). Die verjüngte deutsche Nationalmannschaft hatte vor allem in der Defensive arge Probleme. Offensiv spielten sie sich einige Chancen heraus, blieben beim Abschluss aber nicht konsequent genug. Zum Start in die EM-Qualifikation am Samstag gegen die Niederlande muss also einiges besser werden.

Leon Goretzka glich in der 69. Minute aus und verhinderte somit einen kompletten Fehlstart in das neue Länderspieljahr. Die Serben waren bereits in der 12. Spielminute durch den Frankfurter Luka Jovic durch seinen ersten Länderspieltreffer in Führung gegangen. In der ersten Halbzeit und in den ersten Minuten der zweiten Hälfte ließ sich die deutsche Abwehr ein ums andere Mal düpieren. Das Team von Trainer Joachim Löw hatte also auch Glück, keinen zweiten Gegentreffer zu bekommen. Ohne die aussortierten Mats Hummels und Jerome Boateng, spielte die DFB-Elf mit Niklas Süle und Jonathan Tah in der Innenverteidigung.

Allerdings ließ Deutschland auch selbst zahlreiche Chancen ungenutzt. Vor allem nach der Einwechslung von Marco Reus und Leon Goretzka kam Tempo und Spielwitz in die Partie der Deutschen.

Joachim Löw hatte auf Leistungsträger wie Reus, Goretzka, Toni Kroos oder Antonio Rüdiger in der Startelf verzichtet. Allerdings stellte sich letztlich heraus, dass die Mannschaft einige erfahrene Größen braucht. Die Startelf war gerade einmal rund 24 Jahre alt. Im Tor spielte zunächst Manuel Neuer, Marc-André ter Stegen durfte die zweite Hälfte bestreiten. Leipzigs Timo Werner vergab gleich zwei Mal beste Chancen freistehend vor dem Tor (22. und 33. Minute). Das Wolfsburger Publikum pfiff das deutsche Team zur Pause gar lautstark aus.

Viele Chancen, Erlösung durch Reus und Goretzka

In der zweiten Hälfte hatten Reus (58.), Sané (64.) und Gündogan (65.) beste Gelegenheiten. Erst Goretzka schaffte in der 69. Minute die Erlösung – nach Vorarbeit von Reus. Ein weiteres Tor sollte aber nicht mehr fallen. Serbiens Keeper Dmitrovic parierte einige Male hochklassig. Deutschland spielte in den letzten zwei Minuten gar in Überzahl, da Milan Pavkov wegen eines schlimmen Fouls an Sané die Rote Karte sah. Der Stürmer von Manchester City blieb zum Glück unverletzt.

Lukas Klostermann von RB Leipzig zeigte ein überzeugendes DFB-Debüt. Die Neulinge Maximilian Eggestein und Niklas Stark kamen nicht zum Einsatz.

Vor dem Anpfiff wurden die drei ausgemusterten Weltmeister Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller mit einer Choreographie geehrte. Der Fanclub Nationalmannschaft formte das Wort „DANKE“ und präsentierte die Namen der drei Weltmeister und ihre früheren Rückennummern (5, 13, 17).

Am Sonntag (20.45 Uhr) tritt die deutsche Nationalmannschaft zum Start in die EM-Qualifikation in Amsterdam gegen die Niederlande an.

 

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