Aufblühender Serge Gnaby lässt Fans des FC Arsenal trauern und flehen

Serge Gnabry
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Was für ein Tor! Serge Gnabry (23) ist nach seinem traumhaften 2:0-Treffer am Sonntagabend in der EM-Qualifikation in aller Munde. Mit seinem wuchtigen und platzierten Distanzschuss war er maßgeblich am 3:2-Sieg der deutschen Mannschaft in Amsterdam gegen die Niederlande beteiligt. Viele Fans seines Ex-Klubs FC Arsenal London ärgern sich nun jedoch.

6 Spiele, 5 Tore, 2 Vorlagen. Das ist die beeindruckende Bilanz von Flügelstürmer Serge Gnabry im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Auch beim FC Bayern München läuft es für den Olympia-Zweiten von 2016 sehr gut (31 Pflichtspiele, 9 Tore, 7 Vorlagen). Nach seinem beeindruckenden Spiel inklusive Traumtor beim 3:2 gegen die Niederlande am Sonntag, meldeten sich viele verärgerte Fans des FC Arsenal London zu Wort. Tenor: Ex-Trainer Arsene Wenger (69) hätte das deutsche Talent damals nie ziehen lassen dürfen.

„Jedes Mal, wenn Gnabry trifft, stirbt ein kleiner Teil von mir“, so ein Fan der „Gunners“ bei Twitter. „Warum, Arsenal? Warum?!“ Gnabry hatte einst seine Profikarriere in London begonnen, den Durchbruch allerdings nicht geschafft. Nach dem starken olympischen Fußballturnier (Silbermedaille, Torschützenkönig mit sechs Toren) wechselte Gnabry für fünf Millionen Euro zum SV Werder Bremen und spielte sich dort in die Herzen der Fans. Anschließend ging es über die TSG 1899 Hoffenheim zu den Bayern. Gnabry wusste stets zu überzeugen und spielte sich auch in die deutsche A-Nationalmannschaft. Die WM in Russland verpasste er aufgrund einer Verletzung.

„Jedes Mal, wenn ich Gnabry spielen sehen, hasse ich Wenger mehr“, so ein weiterer Fan in den sozialen Medien. „Ich möchte Gnabry einfach nur zurück bei Arsenal, das ist alles, was ich will“, fleht ein anderer Anhänger bei Twitter. Der Verkauf von Gnabry sei der schlechteste Transfer überhaupt gewesen, schrieb ein weiterer Arsenal-Fan.

Gnabry: In England in der Sackgasse, über Olympia zum Durchbruch

2011 wechselte Gnabry von der U17 des VfB Stuttgart zum Premier-League-Klub Arsenal London. Zwei Jahre später schaffte er zwar den Sprung zu den Profis und erzielte in der Premier League seinen ersten Treffer, der Durchbruch blieb ihm allerdings verwehrt. Gnabrys Karriere geriet ins Stocken, als er an West Brom verliehen wurde und selbst dort nicht zum Einsatz kam. Bei Arsenal London hatte Gnabry nach seiner Rückkehr keine Zukunft mehr. Doch das Olympia-Turnier gab ihm Auftrieb und verschaffte ihm den Deal mit Werder Bremen. 2017 folgte der nächste Titel mit Deutschland: Gnabry und Co. gewannen die U21-Europameisterschaft.

Gnabrys Marktwert steht laut „transfermarkt.de“ nun bei 45,00 Millionen Euro. Nach seinem Wechsel in die Bundesliga erzielte der Flügelstürmer 28 Tore in 71 Erstligaspielen (14 Assists). Nach seinem Galaauftritt gegen die Niederlande dürfte Gnabry auch aus der deutschen A-Nationalmannschaft nicht mehr wegzudenken sein. Neben Leroy Sané oder Timo Werner zählt er zu den großen offensiven Hoffnungsträgern im Hinblick auf die EM 2020. Auch bei den Bayern ist der 23-Jährige längst einer der Leistungsträger.

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