Joachim Löw gibt Kader für die EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland und Estland bekannt

Joachim Löw
Foto: Granada / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Bundestrainer Joachim Löw hat heute seinen Kader für die beiden bevorstehenden EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland (8. Juni) und Estland (11. Juni) bekannt gegeben. Insgesamt 22 Spieler hat Löw nominiert, die beiden Spanien-Legionäre Toni Kroos und Marc Andre ter Stegen fallen verletzungsbedingt aus. Zudem ist DFB-Kapitän Manuel Neuer, der ebenfalls angeschlagen ist, nur vorläufig dabei. Etwas überraschend hat Mario Götze von Borussia Dortmund keine Einladung erhalten.

In knapp zwei Wochen rollt der Ball in der EM-Qualifikation 2020 wieder. Am 8. Juni bestreitet die deutsche Nationalmannschaft ihr zweites Qualispiel und muss auswärts in Baryssau gegen Weißrussland ran. Wenige Tage später am 11. Juni steht das erste Heimspiel in der EM-Quali an, in Mainz empfangen Jogis Jungs Estland.

Für die beiden Spiele hat Bundestrainer Löw heute seinen 22 Man starken Kader bekannt geben. Der 59-jährige hat dabei auf Überraschungen verzichtet und anders als in der Vergangenheit auch keine Debütanten berufen. Im Gegenteil, Löw plagt sich vor den beiden Spielen mit Verletzungssorgen herum.

Ohne Kroos und ter Stegen, auch Neuer ist fraglich

Mit Toni Kroos und Marc Andre ter Stegen wird Löw auf seine beiden Spanien-Legionäre verzichten müssen, beiden fallen verletzungsbedingt aus. Während Kroos muskuläre Probleme hat, schmerzt bei ter Stegen das Knie. Zu allem Überfluss ist auch DFB-Kapitän Manuel Neuer angeschlagen, der Profi vom FC Bayern befindet sich derzeit im Aufbautraining nach einer Wadenverletzung und ist laut Löw nur vorläufig im Kader.

Trotz der Verletzungsprobleme hat Löw eine klare Marschroute für die beiden Spiele: „Wir wollen da anknüpfen, wo wir im März gegen die Niederlande aufgehört haben. Wir haben ein neues Kapitel aufgeschlagen, unsere Mannschaft durchläuft einen spannenden Prozess, in dem es unsere Aufgabe ist, die Richtung vorzugeben und jeden einzelnen Spieler bestmöglich zu begleiten. Man braucht nicht lange herumzureden: Alles andere als sechs Punkte aus diesen beiden Spielen wären eine Enttäuschung. Deshalb werden wir uns sehr gut und seriös vorbereiten, auch wenn die Spieler am Ende einer langen Saison körperlich und mental müde sein werden.“

Götze erhält erneut keine Einladung

Die vermutlich größte Überraschung von Löw in Sachen Kader-Nominierung ist die Nicht-Berücksichtigung von Mario Götze von Borussia Dortmund. Götze hat eine starke Rückrunde für den BVB absolviert und wird von vielen Fans und Experten wieder als „Nationalmannschaft-Anwärter“ gesehen. Löw sieht dies scheinbar anders, auch wenn die Tür für Götze nicht komplett zu, muss dieser wohl noch eine Schippe drauflegen. Zudem hat Löw mit Leroy Sané, Serge Gnabry und Timo Werner genügend jüngere Optionen im offensiven Bereich, auch mit Blick auf die EM 2024.

Das deutsche Aufgebot in der Übersicht

Tor: Bernd Leno (FC Arsenal), Manuel Neuer (FC Bayern München), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann (beide RB Leipzig), Jonas Hector (1. FC Köln), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain), Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Niklas Stark (Hertha BSC), Niklas Süle (FC Bayern München), Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen)

Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt, Kai Havertz (beide Bayer 04 Leverkusen), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Serge Gnabry, Leon Goretzka, Joshua Kimmich (alle FC Bayern München), Ilkay Gündogan, Leroy Sané (Manchester City), Marco Reus (Borussia Dortmund), Timo Werner (RB Leipzig)

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