7 Spiele in 22 Tagen: BVB bleibt bei Paco Alcacer vorsichtig

Paco Alcacer
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In der Bundesliga begeisterte Borussia Dortmund zuletzt mit starkem Offensivfußball. Für das besondere Spektakel sorgte der neue Stürmer Paco Alcacer (25), der in fünf Spielen bereits acht Mal ins Schwarze traf. Vor dem Champions-League-Kracher gegen Atletico Madrid bremst der BVB nun aber die Erwartungen.

Am heutigen Mittwoch (21.00 Uhr) kommt es zu einer echten großen Bewährungsprobe für Borussia Dortmund, wenn die spanische Spitzenmannschaft Atletico Madrid im Signal-Iduna-Park gastiert. Die Spanier dürften nur zu gut wissen, wie stark der Neu-Dortmunder Paco Alcacer ist, der nun für eine Kaufoption von 23 Millionen Euro fest verpflichtet wurde. Dass der FC Barcelona den Nationalspieler (15 Länderspiele, 9 Tore, 1 Vorlage) ziehen ließ, wird in Spanien bereits als „historischer Fehler“ angesehen.

Doch wird Alcacer weiter in dieser Regelmäßigkeit treffen können? Das 4:0 in Stuttgart war der Auftakt für anspruchsvolle Wochen beim BVB – mit sieben Spielen in 22 Tagen. Die Dreifach-Belastung könnte dem ein oder anderen Spieler noch zum Verhängnis werden. Trainer Lucien Favre ist sich dessen bewusst und bremst nun auch die Erwartungen in Sachen Alcacer: „Er hat lange nicht mehr über 90 Minuten gespielt, bevor er zu uns kam.“ Es ist durchaus möglich, dass der ehemalige Barcelona-Stürmer auch wieder als Joker zum Einsatz kommen wird. Bei Barca war Alcacer lange Zeit Edelreservist und absolvierte in den letzten zwei Jahren nur elf Spiele über 90 Minuten. Unter Favre kam der Spanier bislang nur einmal über die volle Distanz zum Einsatz (beim 3:0 gegen den AS Monaco in der Champions League).

Paco Alcacer auch in der Nationalelf mit überragender Quote

Auch der Leiter der BVB-Lizenzspieler-Abteilung, Sebastian Kehl, drückt sich noch vorsichtig aus. „Er muss sich an den Rhythmus gewöhnen, wieder alle drei Tage zu spielen“, so der ehemalige Dortmunder Spieler gegenüber der „Sport Bild“. Gegen Stuttgart wurde Alcacer zur Pause wegen muskulärer Probleme ausgetauscht. „Wir wollten kein Risiko eingehen“, so Kehl. „Paco hatte mit zwei Einsätzen auch eine intensive Länderspiel-Phase.“

Im Oktober feierte Paco Alcacer nach über zwei Jahren sein Comeback in der spanischen Nationalmannschaft und traf prompt auch dort, wie er will. Beim 4:1 gegen Wales netzte der BVB-Mann doppelt ein, beim 2:3 gegen England traf er einmal als Einwechselspieler. Sollte Alcacer seine Form nur annähernd halten können, dürfte er ein wichtiger Mann in Spaniens Nationalmannschaft werden – vor allem im Hinblick auf die EM 2020.

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