Effenberg skeptisch: DFB-Team von Weltklasse noch weit entfernt

DFB-Team
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Anders als sein ehemaliger Trainer Ottmar Hitzfeld glaubt Stefan Effenberg nicht an eine baldige Rückkehr der DFB-Elf in die Weltspitze. Den Titel bei der EM 2020 hält der ehemalige Mittelfeldspieler nicht für realistisch.

In einem Interview im Rahmen seines 70. Geburtstages hatte die Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld unlängst gesagt, dass die deutsche Nationalmannschaft 2020 schon wieder zu den großen Favoriten zählen werde – trotz des Debakels bei der WM 2018 in Russland. Der frühere Bayern-Star Stefan Effenberg widerspricht nun mit Nachdruck.

Wie lange lagen die Niederlande am Boden“, fragt Effenberg in einem Interview mit dem Münchner Merkur. „Bei der WM 2010 waren sie noch im Finale und dann? Eine ähnliche Zeit würde ich auch beim deutschen Fußball einplanen. Es sieht jedenfalls nicht so aus, als würde man 2020 Europameister werden können.“ Eine baldige Rückkehr in die Weltspitze hält der 50-Jährige gar für ausgeschlossen.

Allerdings habe Bundestrainer Joachim Löw nach der WM-Katastrophe durchaus „begriffen, auf wen er in Zukunft setzen muss“, so der ehemalige Mittelfeld-Lenker. Das Team brauche nun „Zeit und Geduld“. Allerdings hält es Effenberg für „unseriös, wenn die DFB-Spitze den EM-Titel 2020 als Ziel ausgeben würde„.

Deutschland muss sich gegen Serbien und die Niederlande beweisen

Stefan Effenberg gehörte in seinen besten Zeiten zu besten Mittelfeldspielern der Welt. Dennoch liest sich seine Länderspielbilanz relativ karg: 35 Spiele, 5 Tore, 6 Vorlagen. Bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA fiel er in Ungnade, als er Fans den „Stinkefinger“ zeigte. Jahre später gab er ein kurzes Comeback, das jedoch nicht von Erfolg gekrönt war.

Die deutsche Nationalmannschaft spielt am 20. März 2019 in einem Testspiel in Wolfsburg gegen Serbien. Vier Tage später geht es in Amsterdam gegen die Niederlande. Dabei handelt es sich um das erste Spiel in der EM-Qualifikation für 2020. Deutschland spielte zuletzt auch in der UEFA Nations League gegen die Niederlande (0:3 und 2:2). Die zwei erstplatzierten Teams der Gruppe werden sich für das Turnier im Sommer 2020 qualifizieren.

 

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