Deutsche U21-Nationalmannschaft erreicht EM-Finale

Deutschland
Foto: betochagas / depositphotos

Der Hype um die deutsche U21-Nationalmannschaft will einfach kein Ende nehmen. Ganz im Gegenteil. Durch ein begeisterndes 4:2 gegen eine starke rumänische Mannschaft im Halbfinale der Europameisterschaft in Italien zog die deutsche Junioren-Auswahl in das Finale ein. Dort wartet auf den Titelverteidiger wie schon bei der letzten Ausgabe einer U21-EM die spanische Nationalelf. 

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz musste seine Startelf im Vergleich zum abschließenden Gruppenspiel gegen Österreich (1:1) zwei Mal eher unfreiwillig verändern. Linksverteidiger Benjamin Henrichs musste eine Gelbsperre absitzen. Für ihn kam der Herthaner Maximilian Mittelstädt zu seiner EM-Premiere. Für den nicht ganz fitten Marco Richter stand Nadiem Amiri in der Startelf.

Letztere Änderung am Personal der deutschen U21-Nationalmannschaft sollte auch früh Früchte tragen. Eine intensive Anfangsphase in der Deutschland Defensiv gefordert war, aber offensiv auch zu schönen Aktionen kam, krönte der Hoffenheimer Amiri mit einem fulminantem Solo samt entschlossenem Abschluss zur Führung für die DFB-Junioren (21. Minute). Doch nur fünf Zeigerumdrehungen später egalisierte die rumänische Auswahl das Ergebnis. Baumgartl ging gegen Ianis Hagi im Sechzehner zu ungestüm zu Werke – Elfmeter war die schlüssige Folge. Alexander Nübel erreichte den von Puscas getretenen Ball zwar noch mit den Fingerspitzen, doch der Schuss war zu hart und präzise, sodass der Schalker Keeper den Ball aus dem Netz holen musste. Kurios: Im vierten EM-Spiel bekam Deutschland den vierten Elfmeter gegen sich gepfiffen. Alle vier waren drin – aus dem Spiel heraus war Nübel bis dahin aber noch ohne Gegentreffer.

Das sollte sich aber noch vor der Pause ändern. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff war es erneut Puscas der Nübel überwinden konnte, diesmal per Kopfball. Nicht unverdient ging Rumänien als Führender in die Kabine. Einen höheren Rückstand vereitelte Nübel in seinem kleinen Privatduell per hervorragendem Reflex gegen Puscas.

Deutsche U21-Nationalmannschaft trifft im Finale auf Spanien

In der Kabine schien Coach Stefan Kuntz die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn die deutsche Mannschaft kam mit einer ganz anderen Energie wieder auf den Platz. Und auch die DFB-Auswahl bekam einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Hagi den Dortmunder Dahoud gefoult hatte. Waldschmidt verwandelte sicher (51.). Angetrieben vom Ausgleichstreffer übernahm Deutschland im zweiten Durchgang deutlich die Kontrolle. Doch Zählbares sprang dabei lange Zeit nicht heraus. Waldschmidt und der eingewechselte Stoßstürmer Lukas Nmecha vergaben schon nach der 80. Minute die besten Chancen zur erneuten Führung.

Doch jubeln sollte die deutsche U21-Nationalmannschaft dann doch noch. Luca Waldschmidt ließ seinem sechsten auch noch seinen siebten Turniertreffer per direkt verwandeltem Freistoß folgen und brachte Deutschland spät auf die Siegerstraße (90.). Zwei Minuten später wusste sich Pascanu gegen Nmecha nur noch mit einer Notbremse zu helfen – die rote Karte war die natürliche Folge. In der 94. Minute setzte Nadiem Amiri ebenfalls per versenktem Freistoß den Schlusspunkt und das Ausrufezeichen hinter Deutschlands Finaleinzug bei der U21-EM.

Dort wartet nun das von Anfang an favorisierte spanische Team. Auf beeindruckende Art und Weise fegte dieses über Frankreich im zweiten Halbfinale mit 4:1 hinweg. Dabei waren die Franzosen durch einen verwandelten Foulelfmeter des Mainzers Mateta sogar noch früh in Führung gegangen. Doch noch im ersten Durchgang drehte Spanien durch Marc Roca und Oyarzabal (ebenfalls per Elfmeter) die Partie. Im zweiten Durchgang ließ Spanien keinerlei Zweifel mehr aufkommen, wer Deutschland ins Finale nachfolgen würde. Die Furia Roja erhöhte in Person von Dani Olmo und Mayoral zum deutlichen Endstand. Somit kommt es erneut zum Finale Deutschland gegen Spanien. Bei der letzten U21-EM errang die deutsche U21-Nationalmannschaft den Titel durch ein 1:0. Wird sich Geschichte wiederholen?

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