Die Stimmen zum Spiel gegen Nordirland

Joachim Löw
Foto: Granada / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

Nach dem eher glanzlosen 2:0-Erfolg in der EM-Qualifikation gegen Nordirland zeigte sich Bundestrainer Joachim Löw nicht komplett zufrieden. Der 59-jährige sieht durchaus noch Luft nach oben.

Der gestrige 2:0-Erfolg gegen Nordirland war ein echter Arbeitssieg. Nach eine äußerst durchwachsenen ersten Hälfte legte die deutsche Elf in den zweiten 45. Minuten deutlich nach und sicherte sich letztendlich die wichtigen drei Punkte. Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich nach dem Spiel durchaus selbstkritisch.

Joachim Löw: Wir hätten das zweite Tor früher nachlegen müssen

Bundestrainer Löw war vor allem mit der defensiven Leistung in der ersten Hälfte nicht zu frieden und musste in der Halbzeitpause seine Formation umstellen. Der erhoffte Effekt trat jedoch zum Glück sofort auf: „Die Nordiren waren mutig und haben uns gut attackiert. In der Halbzeit habe ich ein paar Dinge angesprochen, dann wurde es besser. In der Raumaufteilung waren wir nicht ideal besetzt, da war zu viel Durcheinander.“ Löw betonte zudem, dass das Spiel nach vorne deutlich schneller werden muss: „Wenn wir vertikal gespielt haben, war es viel besser.“

Auch die Tatsache, dass seine Mannschaft so lange die Partie „offen ließ“ gefiel Löw nicht: „Wir hätten das zweite Tor früher nachlegen müssen. So ein Spiel dürfen wir nicht mehr aus der Hand geben, da müssen die Spieler noch zulegen.“ Sonderlob gab es indes für Serge Gnabry: „Serge macht das wirklich klasse, nicht nur im Abschluss. Er ist ein wichtiger Zielspieler für uns geworden, kann die Bälle in engen Räumen behaupten und spielt auf ganz hohem Niveau.“

BVB-Profi Marco Reus verriet nach dem Spiel, dass die DFB-Elf durchaus noch ein wenig gebraucht hat um die bitte Niederlage gegen die Niederlande zu verarbeiten: „In der ersten Halbzeit war es schwierig. Der Gegner hat uns extrem hoch angegriffen. Wir wussten, dass wir zu unseren Torchancen kommen würden, dann haben wir ja auch das 1:0 gemacht. Die zweite Halbzeit war deutlich besser als die erste. Die Niederlage gegen die Niederlande mussten wir erst einmal verarbeiten.“

Marcel Halstenberg, der mit seinem sehenswerten Treffer Deutschland auf die Siegerstraße brachte, freute sich indes über sein Tor: „Ich habe noch eine ganze Menge Adrenalin. Ich habe den Ball einfach überragend getroffen, er fliegt perfekt rein – das hat so ein bisschen die Dose geöffnet. Heute haben wir ein bisschen was gutgemacht.“

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